Nach 2 Monaten Australien habe auch ich es also geschafft einen Blog zu erstellen um alles zu berichten was ich schon erlebt habe und noch erleben werde...
Na dann fange ich wohl mal an...
Wir sind angekommen in Sydney und haben auf Steves wunderbarer Couch übernachtet.
Haben Sydney erkundet und uns wohl mehr oder weniger gefragt, ob wir jetzt wirklich in Australien angekommen sind...
Wir konnten es noch nicht so recht feststellen, weil eines der großen Wahrzeichen Australiens, das Opernhaus in Sydney, konnten wir nicht so richtig erreichen, obwohl wir in Sydney waren. Wir wurden von einem riesigen Zaun davon abgehalten. Das sollte jedoch kein großes Hinderniss mehr sein und so haben wir doch tatsächlich nach 3 Tagen in Sydney das Opernhaus gesehen.
Und das ganze sogar ohne allzugroßen Jetlag, weil wir eine Stunde nachdem wir in Steves Haus angekommen waren gleich mit ihm und ein paar Freunden nach Wolloongong zu den wundervollen Blowholes gefahren sind.
Sydney haben wir innerhalb der ersten Tage in Australien also erkundet und uns daran erfreut.
Dann hat uns die Arbeitswut gepackt und wir wollten unbedingt sofort Arbeit finden. Auf der Suche danach hat uns ein Flugzeug nach Townsville gebracht. Der Bus hat uns jedoch 2 Tage später auch schon wieder mitgenommen, denn selbst in einem so schönen Land wie Australien gibt es gewissen Außnahmen um die Regel zu bestätigen.
Nachdem wir das "Shithole Brownsville" hinter uns gelassen haben, ging es uns auch sofort wieder besser. Wir haben uns direkt in das touristische Cairns gestürzt und darauf gewartet, dass uns eventuell von irgendjemandem auf der Straße ein super Job angeboten wird. Das ist leider nicht passiert... aber schön war es in Cairns trotzdem. Wir haben nette Israelis kennegelernt und uns die Nr. 1 Backpacker Stadt mal angesehen.
Die Arbeitssuche hat uns dann aber doch recht schnell wieder aus Cairns vertrieben. Wir sind also wieder in den Bus gestiegen und in Ayr gelandet (Ayr liegt ca. 1 Stunde südlich von Towns-Brownsville).
In Ayr haben wir auch tatsächlich am selben Abend noch gesagt bekommen, dass wir am nächsten Tag arbeiten würden. Wir waren nämlich in einem workinghostel von dem aus man zu verschiedenen Farmen zum Fruitpicken vermittelt wurde.
Unsere Freude war ungebändigt. Wir hatten tatsächlich unseren ersten job. Wussten zwar nicht was, aber das war ja auch nicht so schlimm, wir wussten schliesslich, dass wir einen Job hatten und das war alles was gezählt hat!
Wir fleißigen Bienchen haben uns also unsere Arbeitsklamotten zusammengesucht ( lange Hose, Pullover/ Logsleeve, T-shirt, Mütze, Arbeits-/Wanderschuhe) und uns früh schlafen gelegt, es hieß schließlich am nächsten Tag um 5 Uhr aufzustehen (und das ist gar nicht so einfach für verwühnte Backpacker die gerade ihre ersten Tage in der Freiheit genossen haben!).
Der erste Arbeitstag war der anstrengendste Tag in meinem Leben...
Wir waren Paprika pflücken( auf verschiedenen Farmen). Paprika pflücken heißt:
Morgens aufs Feld, Paprika pflücken, die gepflückten auf den Trecker zur Mutti vom Chef werfen und so hinter dem Trecker über das Feld stolpern.
Mittags im Shed sitzen und den wunderbar leckeren Paprikaaufstrich genießen, den man sich am Morgen in voller Vorfreude darauf und ohne blassen Schimmer auf sein Brot geschmiert hat.
Am Nachmittag werden die Paprika dann erstmal sortiert und gepackt ( im Gegensatz zum Pflücken eine willkommene Abwechslung, weil man schon nach dem Morgen das Gefühl hatte, der Rücken bricht durch).
Aber die Plackerei soll noch kein Ende haben. Es wird nochmal rausgegangen aufs Feld, denn die Paprika schlafen nicht.
Um 5 kommt dann der lang ersehnte Bus der einen abholt. Das Einzige worauf man sich freut ist die Dusche die man auch dringend nötig hat, aber selbst die stellt eine so große Anstrengung dar, dass man sie am liebsten auslassen würde.
Aber das war doch tatsächlich der erste Arbeitstag! Er war geschafft und wir waren froh!
Svetlanas Freude konnte nicht allzulange währen, weil sie auf der Arbeitsliste lesen musste, dass sie am nächsten Tag zu den Squash muss, was wohl so das Anstrengenste ist, was es gibt. Ich hatte noch einen Tag schonfrist aber musste dann auch noch Squash pflücken. Und ja es ist mehr als anstrengend. Man arbeitet 9 Stunden in der brütenden Hitze und hat sogar seine "pausen" (wenn man es überhaupt so nennen darf) noch auf dem Feld, direkt in der Sonne bei schön molligen 30 Grad, in langer Hose etc..
Im Endeffekt haben wir eine Woche in Ayr verbracht und jeder 4 Tage gearbeitet. 4 anstrengende Tag. 4 Tage die auch wirklich genug sind.
Das Ziel war Shedwork. Das, so hatten wir gehört, sollte zwar langweilig sein, weil es den ganzen Tag nur das Gleiche ist, aber auch nicht halb so anstrengend.
Wir haben uns also wieder auf den Weg gemacht, weg aus Ayr, weg von den Squash in Richtung Bowen.
Bowen...
Das ist ein neues Kapitel... ein Kapitel für sich...
Bowen= Tomaten
Wir sind in Bowen angekommen, in einem nett Hostel in das ca. 80 Leute passen und wurden gleich nett aufgenommen. Das erste was ich von einer Person wahrgenommen habe war: Ich bin Franzi und mein Onkel hat eine Kneipe am Stint, das Le Petit.
Bowen war super. Die Arbeit war langweilig aber der Strand, den man Sonntags zum Ausgleich genießen durfte, war einfach einmalig. Es gibt wahrscheinlich schönere Strände, aber das war unser "erster richtiger australischer Strand" ( ausgenommen Bondi Beach in Sydney).
Ein ganz normaler Arbeitstag in Bowen sah folgendermaßen aus:
5.30 aufstehen ( am ende war es eher 6.10, der zeitplan wurde optimiert:-)
7.00 anfangen zu arbeiten (tomaten umdrehen, auseinander pulen und in löcher werden und tabletts mit tomaten in wagen schieben und nicht zu vergessen 1 stunde lang mobben...)
4.00 nach hause kommen und ausruhen
6.00 einkaufen
7.30 kochen
8.30 essen und goon trinken
1.00 schlafen gehen
ja... so sah das aus...
das war ein super leben! das war so super, dass wir es tatsächlich 4 wochen lang durchgezogen haben... und dann mit 2300 dollar in der tasche wieder aus bowen verschwunden sind. es hat sich also gelohnt!
nach bowen war der plan sich erstmal zu entspannen und wieder in die zivilisation zurück zu kehren... und das naheliegendste war es also nach airlie beach zu fahren. das haben wir dann auch glatt gemacht.
wir wurden von mareike und lou mit goon empfangen ... und mud cake ...
super!
ja und wenn man schon mal in airlie beach ist, so dachten wir, dann muss man ja auch auf die whitsundays... denn die sollen ja bekanntlich eines der schönsten ziele der welt sein... und ja sie sind wunderbar! wir waren dort und wir haben sie gesehen! jeder der in australien ist, sollte zu den whitsundays... und zum whiteheaven beach... da ist es wie im himmel nur auf erden...
so weißen, feinen sand kann man sich gar nicht vorstellen! total super und unglaublich schön!
ja... wer es nicht glaubt, der soll herkommen und sich selbst davon überzeugen...
naja zu den whitsundays muss man mit dem boot fahren... wir sind auf einem schönen großen segelboot gefahren, mit 14 anderen netten leuten und eine lustigen crew... insgesamt 3 tage... geschnorchelt sind wir auch... wir haben natürlich ganz viele bunter fischis gesehen ( ich habe sogar nemo gesehen!).
außerdem habe ich auf deck geschlafen und mich abends mit dem riesengroßen sternenhimmel zugedeckt. morgens wurde ich von " there is a turtle" geweckt. und ja, da waren wirklich riesengroße schildkröten, die da so umhergeschwommen sind.
naja... der spaß war leider nach drei tagen auch schon wieder vorbei...
und dann kamen wir zurück in den ernst des lebens...
svetlana und ich wollten uns trennen...
und wir haben es auch tatsächlich gemacht...
ich vermisse sie jeden tag ganz schrecklich! :-(
ich habe sie zum bus gebracht und sie ist einfach davon gebraust... aber zum glück hatte ich minen bus für 6 stunden später auch schon gebucht... das heißt es war noch genug zeit, um nochmal mit der bootscrew in den pub zu gehen und mich ganz dramatisch voll laufen zu lassen, wegen meines herzschmerzes... :-P
naja ich bin jedenfalls auch um kurz vor 12 in den bus eingestiegen um morgens um 9 putzmunter wieder auszusteigen. naja zumindest mehr oder weniger putzmunter (ich war ja schließlich im pub und im bus war es so kalt, dass ich gar nicht recht schlafen konnt ;-)
mein bus hatte mich nach agnes waters gebracht... da war dann das letzt bisschen herzschmerz verschwunden, weil da habe ich mareike und lou mal wieder wiedergetroffen... denn ich hatte schließlich vor mit louise kratzke meinen tauchkurs zu machen...
mehr dazu später... denn bevor wir tauchen waren haben wir eine motorradtour gemacht! yeah! auf komischen kleinen shoppern, die so um die 70 oder 80 gefahren sind!
und... ja... da habe ich meine ersten kängurus gesehen!!! und wallabies auch, aber das sind auch nur kängurus in klein :-P
naja das war jedenfalls ne super tour, wenn man nicht an den unfall denkt, der passiert ist ( aber wir waren ja zum glück nicht drin verwickelt) und wir haben ja auch im gegensatz zu vielen anderen alle protektoren getragen die man tragen kann! vorbildlich!
naja es war jedenfalls eine super tour und wir haben tatsächlich ganz echte, lebendige kängurus gesehen!
am nächsten tag hat mareike uns verlassen aber wir hatten ja immer noch vor unseren tauchkurs zu machen, der aber erst am sonntag anfangen sollte. den samstag hatten wir also um den campingplatz zu erkunden, denn der ist ja eigentlich viel billiger... das problem an der sache war dann aber nicht der super campigplatz sonder, dass wir weder ein zelt noch irgendwas zum kochen oder kühlen hatten... tja... der plan hat sich dann relativ schnell in luft aufgelöst, weil wir bestimmt das geld was wir an unterkunft gespart hätten, an essen gehen wieder ausgegeben hätten...
naja der sonntag kam und unser tauchkurs auch... wir hatten die bücher, die wir bekommen haben "um schonmal kapitel 1-3 (von 5 kapitel in einem buch mit 150 seiten) zu lesen", natürlich nicht so recht gelesen, aber wir haben schon mit viel vorfreude auf unseren tauchlehrer, den ominösen tim gewartet.
und wer kam dann da angeschlichen...morgens um 9... im 1770 backpackers in agnes waters...
CLEO...
cleo kannten wir schon aus bowen sie hat da auch um shed gearbeitet, genauso wie wir... und sie ist auch nur ein stinknormaler backpacker genau wie wir... naja sie ist nebenbei noch dive insturctor... aber ansonsten...
naja unser tauchkurs war jedenfalls super... wir waren 4 tauchschülerinnen und hatten unsere liebe cleo... die theorie ( also die tests und das gucken der dvd) wurde in tims wohnzimmer gemacht ( ja tim gehört das ganze nur und er ist auch nebenbei noch erfolgreicher immobilienmarkler). und die praxis im pool, der sage und schreibe 10 meter lang ist und in den mit mühe und not 5 taucher passen( das 200 meter schwimmen war aber dann doch schon reichlich eng...), und natürlich im meer gemacht! im meer wurden wir noch von divemaster james begleitet, der im sommer dive master und im winter schneemacher in den usa ist...
naja der tuachkurs war jedenfalls super und ich bin jetzt open water diver! juhu! ich kann also mit meinem buddy (man darf ja niemals alleine tauchen!) tauchen wo ich will...
und ja liebe leute... ich habe meinen tauchschein am great barrier reef gemacht und ihr?! :-P
nachdem wir unseren tauchkurs dann mit einem kühlen bier im pool und einer schicken beachparty geschlossen hatten, musste ich aber auch nochmal ausprobieren ob das sagenumwobene wellenreiten denn nun auch was für mich ist... und naja ich möchte nicht sagen, dass es nichts für mich sein könnte, aber ich glaube ich sollte es noch ein bisschen üben und das nächste mal nicht in gammeligen wasser, in dem irgendwelche korallenreste schwimmen, denn das war nicht schön! also ich werde es nochmal probieren und dann hoffentlich mehr erzählen können, als das ich auf ca 2 wellen für ca 2-3 sekunden gestanden habe :-)
naja... das war dann auch schon agnes waters... mehr war da auch nicht wirklich los... das hostel war zwar eins der besten überhaupt aber der ort hatte nicht wirklich viel mehr zu bieten als shopper fahren, tauchen und surfen und das habe ich ja auch alles gemacht...
von agnes waters sind lou und ich dann also zusammen nach bundaberg aufgebrochen!
bundaberg ist super!
in bundaberg wird bundaberg rum hergestellt.
den trinkt hier jeder... immerzu und andauernd, wenn kein bier getrunken wird...
man kann bundy coke ( also bundaberg rum und cola) auch karate juice nennen, wie wir später gelernt haben!
naja wir haben jedenfalls einen zwischenstop in bundaberg gemacht... andere menschen sind da um zu arbeiten, wir waren da um uns die distillerie anzugucken... wir haben aber im endeffekt nur eine tour durchs museum gemacht und am ende unsere kostprobe getrunken.
dann sind wir zurück ins hostel und waren schon ganz enttäuscht, dass wir dort keinen weiteren karate juice mehr trinken konnte, weil man seinen eingenen alkohol nicht mitbringen durfte, weil es dort eine öffentliche bar gab... aber den schock haben wir schnell überwunden, denn wir haben herausgefunden, dass ein jug ( also ein krug) auch nur 10 dollar kostet und das ist dann genauso teuer wie im bottleshop. also haben wir das günstige angebot genutzt und uns das schwarze gold einverleibt...
am nächsten morgen sind wir dann in aller herrgottsfrühe wieder aufgebrochen und mit dem bus weitergefahren nach rainbowbeach. von dort aus sollte es nach fraser island gehen... zu einer großen party safari! aber von wegen...
der plan ist es eigentlich mit einem four wheel drive auf diese gigantische sand insel zu fahren, mit zelten, campingausrüstung, essen und alkohol. das klingt super! und die insel ist auch wirklich super! überall sand.... wunderschöne seen... wir haben sogar delfine gesehen...
aber...
und ja jetzt kommt der haken...
man braucht auch ne coole gruppe, damit das ganze auch geil wird... und 95% alles gruppen sind bestimmt super... aber unsere war beschissen!
so viel pech wie wir es hatten, haben bestimmt nur ganz, ganz wenige...
unsere gruppe bestand aus zwei 50 jährigen niederländerinnen, einem irischen pärchen, das eigentlich noch ganz schön cool war und 4 engländerinnen die man einfach in die tonne kloppen konnte. die waren so durchorganisiert und geplant und beschissen das geht eigentlich gar nicht...
wenn zum beispiel auf dem essensplan nur eine halbe gurke vorgesehen ist fürs lunch, dann gibt es auch nicht mehr als eine halbe gurke und wenn man nun noch nicht 21 ist, dann darf man eben nicht fahren, auch wenn auf einer sandinsel auf der es keinen verkehr gibt und man nur (im schlimmsten fall) ins meer fahren kann, überhaupt nichts passieren kann...
und ja das bedeutet ich durfte nicht fahren... der reinste beschiss...
naja fraser kann total super sein, bei uns war es aber der größte flopp, den wir bisher erlebt haben... wir wollen es am liebsten nochmal machen... aber wir werden es wohl nicht auf fraser wiederholen, sondern auf moreton island ( das ist so eine ähnlich insel, in der nähe von brisbane).
zum glück haben wir rainbowbeach und fraser auch schon wieder hinter uns gelassen und sind nun in brisbane angekommen! ja ich komme endlcih zum schluss und zum jetzt...
ich bin nämlich jetzt gerade in brisbane in der wunderschönen staats bibliothek von queensland. hier gibt es umsonst internet, weswegen ich es auch erstmal großzügig ausnutze...
hier in brisbane haben wir mareike wieder getroffen und hier sind wir alle drei gerade mehr oder weniger auf arbeitssuche...
also eigentlich muss scheinbar nur noch ich mir eine arbeit suchen, weil die job agentur in der wir waren ruft eigentlich jeden an, meistens jeden morgen für etwas anderes... lou hat jetzt schon in einer fleischfabrik gearbeitet und im moment arbeitet sie irgendwo am flughafen... mareike wurde auch schon angerufen nur mich scheinen sie zu ignorieren... aber ich lasse mich davon nicht unterkriegen und werden mich dann gleich einfach selsbt auf jobsuche in der stadt machen...
ansonsten ist brisbane super! wir couchsurfen uns hier hoffentlich noch ne weile durch die gegend, damit wir zumindest geld bei der unterkunft sparen. außerdem ist brisbane endlich mal wieder eine großstadt! ja! es gibt mehr als nur eine straße und einen pub! es gibt viele straßen, viele läden, viele pubs und viele menschen... vor allem auch viele junge menschen... zwar auch unglaublich viele schwule (ich habe ja nun wirklich nichts dagegen... aber so viele wie hier habe ich noch nirgends gesehen... es sind bestimmt 1/3 aller männer hier schwul und wenn sie es nicht sind, dann sehen sie zumindest so aus...;-) aber naja... es ist toll hier! hier bleibe ich noch ein bisschen glaube ich... zumindest bis svetlana herkommt, weil die hab ich ja schon ganz schön lange nicht gesehen! naja und ansonsten ist alles super hier! nur das beste vom besten!
also liebe grüße und das nächste mal wird es auch garantiert viel kürzer, weil diesmal habe ich ja auch die letzten 2 monate zusammengefasst... :-)
also seid lieb gegrüßt!
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen